Gehirnfanatismus

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Kammerkrieg

Ein Kammerspiel in 4 Akten

Personen:
Vater: Hermann Gardemann
Mutter: Hilde Gardemann
Großmutter: Hedwig Gardemann
Tochter1: Gertrud Gardemann
Tochter2: Marie Gardemann
Sohn: Christian Gardemann (Chris)

Es herrscht Krieg, ständige Bobenangriffe machen es nahezu unmöglich das Haus gefahrlos zu verlassen. Auch Familie Gardemann macht der Krieg zu schaffen. Seite einem Jahr haben sie das Haus kaum verlassen, nur die kurzen Pausen zwischen den Bombenangriffen geben ihnen einen kurzen Moment nach draussen zu gehen und einen Blick auf das Chaos in der Welt zu werfen.
Die extreme Situation, das zusammengedrängt sein auf engem Raum, macht der Familie zu schaffen. Alle sind ansgespannt und schon bald droht die Situation zu eskalieren.

Bald geht es los!
8.3.07 23:04


Kammerkrieg I

Gertrud trägt ein altes graues Kleid, das an einigen Stellen schon Löcher hat. Sie ist abgemagert, ihre Stimme ist schwach. In der Ferne hört man ununterbrochen Bomben fallen. Sie sitzt in der Küche auf einem alten Holzstuhl, die Fenster sind vernagelt und hinter ihr ist eine geöffnete Tür die in den Keller führt.

Gertrud: Hoffnungslos, verzweifelt. Alle. Seit Tagen waren wir nicht mehr vor der Tür, horchen nur noch wann sie endlich Pause machen. Aufhören Bomben zu werfen.

Genau in dem Moment erschüttert das Haus und man hört eine laute Explosion.

Gertrud: (verängstigt) Das muss ganz in der Nähe gewesen sein.
Sie steht auf und rennt in den Keller

Die Küche ist leer, aus dem Keller hört man Gertrud weinen. Nach einiger Zeit hört man Schritte auf der Kellertreppe und Hermann Gardemann erscheint. Er setzt sich auf den Stuhl.

Hermann: (wütend) Es ist genug! Es ist einfach genug! Draußen das ununterbrochene Donnern der Bomben und hier drinnen das Geheule. Langsam wird uns das Essen knapp, jeden Tag gibt es Suppe und unser Wasservorrat ist fast aufgebraucht. Der Krieg zerstört nicht nur das Land, er zerstört auch die Menschen!

Eine Frauenstimme aus dem Keller(Mutter): Hermann!
Hermann springt auf, wirft den Stuhl um und rennt in den Keller.
Man hört schreie und kurze Zeit später kommt der Sohn, Christian Gardemann, in die Küche


Chris: Sie ist krank, oh nein, sie ist krank! Was sollen wir jetzt tun?
Er rennt wieder in den Keller, aus dem gerade seine zwei Schwestern kommen, beide weinen.
Dann erscheint die ganze Familie, sie tragen die Großmutter, Hedwig Gardemann.


Hermann: Hier rüber.
Chris: Auf den Küchentisch!

Er wirft ein Paar Töpfe vom Tisch die scheppernd auf den Boden fallen.
Sie legen die Großmutter hin. Sie hustet stark.


Hilde: Blut, Blut! Oh mein Gott!

Hedwig hustet Blut und zittert

Hermann: Jetzt hilft nur Beten!

Alle knien um den Tisch

Hilde: Oh Gott, warum hast du uns verlassen? Wo bist du in den Tagen des Schreckens, wo Hunger und Furcht uns plagen und wir nachts kein Auge zutun können? Wo bist du wenn der Tod durch das Land geht und alles auffrisst was ihm vor die Füßse kommt? Bitte komm wieder und erlöse uns von unserem Leid. Erlöse uns alle!
Hedwig richtet sich schwerfällig auf: Bittet Gott niemals.
Sie sinkt wieder auf den Tisch
Plötzlich wird es draussen still.

Ende des ersten Aktes
21.3.07 15:17





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