Gehirnfanatismus

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Ganz oder Garnicht

Manchmal ist einem einfach alles zu viel, dann möchte man sagen „Lasst mich“, doch sie gehen nicht.
Die Aufgaben und Pflichten die man Tag für Tag erfüllen muss um voranzukommen, um nicht stehen zu bleiben.
Doch manchmal kommt man an einen Punkt da will man nicht mehr gehen und selbst das Stehen bleiben ist zu anstrengend. Am liebsten würde man sich hinlegen, die Augen in den Himmel gerichtet und zusehen wie die Welt an einem vorbeizieht. Aber wenn man auch nur eine Sekunde anhält kann es schon zu spät sein, dann merkt man plötzlich das man eingeschlafen ist und alle längst weg sind. Dann muss man aufstehen und so schnell rennen wie man kann und nur mit ganz viel glück holt man sie wieder ein oder sieht sie wenigstens aus der Ferne.
Dann ruft man ihnen nach„Bleibt stehen, wartet auf mich!“ und vielleicht hören sie dich und warten, kommen sogar ein Stück auf dich zu. Dann hast du Glück gehabt.
Aber schon bald werden sie dir wieder lästig, die Pflichten die dich einzwängen dir jegliche Freiheit nehmen, doch das ist der Preis den sie fordern um dich voran zu tragen. Du bist es der sich fragen muss „Will ich diesen Preis bezahlen?“.
Manchmal denke ich der Preis ist zu hoch, wo bleibt die Freiheit? Ich will zurücklaufen aber der Weg führt nur geradeaus ins Ungewisse und der Wagen der Pflichten fährt mit jedem Tag schneller.
Ich hoffe das er in ein neues Land der Freiheit fährt, über die Grenzen der Einengung, so dass sich der Preis lohnt.
Zurückzahlen kann ihn mir niemand.
4.2.07 23:15


Der Maschinist

Ich bin alleine und hasse das Licht, deswegen bin ich Maschinist.
Maschinen sind Sachen, die kann ich verstehen, ich kann sie öffnen und in ihr innerstes sehen. Ich will wissen was in ihnen vorgeht, was in ihnen passiert. Jemand wie ich für sie bin hat mir immer gefehlt, ein Mensch der mich kennt, der mich repariert.
Ich kenne jede Schraube und jedes Rad, ich arbeite mit ihnen, alleine, jeden Tag. Weil ich einsam bin und niemanden zu Hause habe der auf mich wartet, weil ich niemanden sonst habe mit dem ich sprechen könnte, niemanden sonst den ich berühren könnte. Weil es niemanden gibt der mich vermisst, deswegen bin ich Maschinist. Nach der Arbeit bin ich schmutzig und mir ist kalt, irre durch mein Haus, werde langsam alt. Trinke jeden Abend zu viel Bier, bin so allein, habe nicht mal ein Tier.
Ich hätte nie versucht einen Menschen zu lieben?
Nie hat ein Mensch versucht mich zu lieben!
Was habe ich nicht getan? Habe ich mir keine Mühe gegeben? Oh doch, alles habe ich gegeben. Nichts hat funktioniert, jetzt sind Maschinen mein Leben.
Tag für Tag, wann immer sie mich brauchen.
Manchmal auch Nachts, ganz allein wenn alles Still ist, jeder Mensch fort ist, deswegen bin ich Maschinist.
Die Gesellschaft wollte mich nicht: „Nur weg mit ihm, lasst ihn nie mehr ans Licht!“
Weil mein Haus so leer und kalt ist, weil mein Körper träge und alt ist, deswegen bin ich Maschinist.
6.2.07 23:24


Valentinstage?

Von Menschen die wollen, nicht können, trotzdem tun und doch verlieren.

Er stand da und wusste nicht was er tun sollte. Niemand hatte es ihm gesagt.
Plötzlich hörte er in der Ferne ein Geräusch und lief los. Schneller und schneller wurde er, lief bis er nicht mehr konnte, dann blieb er stehen. Vor ihm stand sie, abgewendet, so das er nur ihren Rücken sah.
Er streckte seinen Arm aus um sie zu berühren, fast wurde er angezogen, wie von einem Magneten. Aber als er sie berührte war sie kalt, kalt wie Eis, eiskalt wie der Tod. Er fing an zu schreien, lauter und lauter, er rief ihren Namen, immer wieder, unaufhörlich.
Langsam drehte sie sich um, so wie in Zeitlupe, bis er ihr Gesicht sehen konnte. So wunderschön. Wunderschön?
Seine Stimme wurde heiser, er konnte nicht mehr schreien, aber er musste. Er hörte wieder das Geräusch in der Ferne.
Nein!
Wundrschön?
Nein!
Er wollte laufen, weit weg, aber obwohl sein Kopf rannte blieben seine Beine stehen. Gedanken frei!
Schön?
Ihr Gesicht, sie war so kalt und sie war
Hässlich!
HÄSSLICH! HÄSSCHLICH! HÄSSCHLICH!
HÄSSLICH!
HÄSSLICH!!
In der Ferne das Geräusch.
13.2.07 23:25


Die Paarung

Seit Tausend Jahren wuchs das Leiden und der Hass, doch der Mensch hat sich nichts gedacht. Er lebte sein Leben und schaute nicht viel, er verwilderte zusehends, wurde fast zum Tier. Blind lief er durch die Welt, führte lieber Krieg als Frieden und was ist ihm am Ende geblieben? Er rückte immer näher ans Ende seiner Tage und schliesslich stellte Gott ihm die Frage: „Bist du eigentlich noch Mensch, oder bist du schon Tier?“ Doch der Mensch blieb taub, weil ihm die Frage nicht gefiel. Lieber lies er die Kanonen noch lauter knallen, übertönte das göttliche Erschallen. Da gab ihm Gott eine letzte Frist, sich noch zu bessern, doch wenn er vergisst, ihn ohne Gnade zu vernichten. Der Mensch horchte kurz auf und hörte die Drohung, doch es war zu spät, zu stark war seine Verrohung. Er mochte viel zu sehr den Krieg und gewann das dunkle lieb. Auch der Teufel hatte gottes Wort gehört und zugleich einen Pakt beschwört.
Den legte er dem Menschen vor, dieser wurd auch gleich ganz Ohr. So einfach sollt die Lösung sein, da sagte er gewiss nicht nein. Er unterschrieb lachend den Vertag, dachte es wär eine schlaue Tat.
Es war am allerletzten Tag, da hat sich der Mensch mit dem Teufel gepaart.
Die Sonne brannte heiss und langsam wuchs die Saat.
25.2.07 01:24


Romantik

Du wachst auf und siehst an der Decke sein Gesicht, wie es dich anstarrt. Sein Blick trifft dich mitten ins Herz, erst jetzt fühlst du den Schmerz. Deine Hände sind feucht und du verspürst den Drang, den drang nach ihm. Geh an die Scheibe. Du stehhst auf. Von draussen das maschinelle Dröhnen, wie seine Stimme in deinem Kopf. Du streichst dir durch dein langesdunkles Haar und über deine Brüste, drückst sie gegen die kalte Scheibe, ganz fest. Deine Brustwarzen zeichnen sich unter deinem dünnen T-Shirt ab.
Romantik?
27.2.07 21:42


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