Gehirnfanatismus

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The Sounds of Silence

Und die Welt wird mit jedem Tag dunkler.

The Sounds of Silence

Über die hohen Dächer der Stadt, vorbei an grauen Betonklötzen und dunklen Strassen die sich wie Adern durch die Abgründe zwischen den Häusern schlängeln. Ein Blick in die Sonne, immer weiter, raus, raus aus der Stadt.
Langsam weniger Häuser und mehr Bäume, links und rechts goldene Kornfelder, die Sonne scheint heiss. Kurvige Landstrassen, frischer Wind, immer schneller dem Dorf entgegen. Rote Dächer kommen in sicht, alles wird ruhiger, weit und breit keine Fabrik, kein Bürogebäude aus Glas und Stahl.
Hier im Dorf leben sie, die Jungen und Mädchen, ohne Perspektiven, in den tag hinein. Am Bahnhof wird getrunken und sich geprügelt. Die Idole sind Rockbands aus England, die Aufsässigen und Rebellen. Aber im Dorf gibt es keine Rebellion, nichts gegen das man sich auflehnen könnte, man ist zu weit weg von allem.
Eine Gruppe Jugendlicher, Jungen zwischen 14 und 19, fahren auf ihren klapprigen Mofas durch den kleinen Ort, man hört die Scheppernden Motoren.
Einer von ihnen Christus, eigentlich heisst er Chris, aber alle nennen ihn Christus. Warum weiss keiner so genau, nur ein Spitzname, vielleicht weil er anders ist?
In ihm tobt ein innerer Konflikt, er ist gefangen zwischen Moral und Gruppenzwang und er liebt ein Mädchen.
Ihre schwarzen langen Haare, ihre dunklen Lippen und die braunen Augen, daran muss er ständig denken.
Wenn man ihn nach seinem Berufswunsch fragt antwortet er: „Rocksänger, so wie Gabriel Jockey oder Nixxon.“
Christ ist 18 Jahre alt, geht noch zur Schule, allerdings nur wenn er nicht gerade mit seinem Mofa unterwegs ist oder am Bahnhof mit den anderen Bier trinkt.
In letzter Zeit ist er aber wieder öfters da, wegen Sara.

Einen Monat später:

Das Zimmer ist fast dunkel, draussen dämmert es, der Sommer geht zu Ende, aber es ist noch heiss. Gegen das grelle Licht das durch das Zimmerfenster scheint erhebt sich die dunkle Silhouette von Chris. Das helle Licht umhüllt seinen Kopf wie ein Heiligenschein.
Man kann kaum etwas erkennen. Auf dem Boden liegt ein Mädchen, langes dunkles Haar, weisse Haut, wunderschön.
Sie ist nackt, Chris berührt ihre flachen straffen Brüste. Das erste Mal, seine Hand Zittert.
Auf dem Plattenspieler läuft eine Velvet Underground LP, die psychedelische Klänge von Venus in Furs hüllen das Zimmer in einen dunklen melancholischen Schleier.
Seine Hand streicht durch ihr Haar. Sara.
Das erste Mal, so fühlt es sich an. Es macht einen glücklich und gleichzeitig unglaublich traurig.
Sie weint. Ein tropfen Blut
I am tired, I am weary
Die Jugend ist müde, gebt ihr Feuer, steckt alles in Brand.
I could sleep for a thousand years
Chris und die anderen. Christus.
A thousand dreams that would awake me
Jesus Christus ist für die Menschen gestorben
Different colors made of tears
Jetzt müssen die Menschen für Christus sterben.
Die Jugend ist tot!
6.12.06 21:01





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