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Alles von und über David Lynch:

http://www.davidlynch.de/
14.5.07 18:58


David Lynch dreht Alpträume

Wer noch keinen David Lynch film gesehen hat, sollte schnell in die Videothek seines Vertrauens laufen, sich einen Stapel des Altmeisters besorgen und sich für ein paar Tage mit seinem Fernseher einschliessen. Was erwartet einen? Alles und Nichts, ein Alptraumtrip wie wir ihn nicht einmal zu träumen wagen würden. David Lynch setzt dem Art Kino immer wieder neu die Krone auf und dass jedes mal auf unterschiedliche Weise.
Trotzdem haben all seine Filme eine einzigartige „Grundstimmung“, die beim Zuschauer ein Gefühl des unsicheren auslöst. Er wird entführt in menschlichen Abgründe, in die Schwärzen Amerikas. David Lynch zerreißt den American Dream und setzt ihn Stück für Stück wieder zusammen, bis am Ende ein Alptraum dabei herauskommt. Das ist oft komisch, unheimlich, verstörend, aber immer fesselnd. Scheint ein Film auf den ersten Blick noch ein normaler Thriller oder Krimi zu sein, entwickelt er sich immer mehr zu einem komplexen Konstrukt aus unterschiedlichen Zeit-und Gedankenebenen, das den Zuschauer am Ende mit einem grossen Fragezeichen auf dem Gesicht zurück lässt. Ich glaube niemand kann behaupten einen Lynch Film durchschaut zu haben, denn oft gibt es gar nichts zu durchschauen, wie der Altmeister selbst immer wieder unterstreicht. In Interviews schweigt er lieber über seine Filme und wehrt sich dagegen, dass alles immer einen Sinn ergeben muss. Er wolle nicht kritisieren, er zeige nur, ohne zu werten. Das mag den ein oder anderen unbefriedigt zurück zulassen, erklärt aber einiges. Ausserdem war für seinen jüngsten Film „Inland Empire“ bei Drehbeginn noch nicht einmal das Drehbuch fertig. David Lynch filmte einfach drauf los.
14.5.07 18:53


Inland Empire

Filmgott David Lynch kehrt mit einem dreistündingen Alptraumtrip auf die grosse Leinwand zurück, und der Trailer ist wirklich vielversprechend.
In Zukunft gibt es hier mehr von David Lynch zu hören, aber hier erstmal der Trailer:
29.4.07 20:22


Essen der Sinne

Es ist dunkel und kein Geräusch ist zu hören
Eine Hand erscheint wie aus dem nichts
Ein Geräusch wagt es die Stille zu stören
Als ob jemand spricht
Um das Böse zu beschwören

Es ist dunkel, wie ein riesiger Schlund
Hast du hunger?
Ein ewiger Bund
Mordshunger
Höllenschlund

Es ist dunkel ich kann nichts sehn‘
Folge meiner Stimme
Führe mich, dann kann ich gehn‘
Hier nimm, friss meine Sinne

Es ist dunkel, doch erhellt von Glut
Meine Sinne brennen
Brennen vor Wut?
Lasst mich!
Aber es schmeckt so gut!
15.4.07 01:49


Kammerkrieg I

Gertrud trägt ein altes graues Kleid, das an einigen Stellen schon Löcher hat. Sie ist abgemagert, ihre Stimme ist schwach. In der Ferne hört man ununterbrochen Bomben fallen. Sie sitzt in der Küche auf einem alten Holzstuhl, die Fenster sind vernagelt und hinter ihr ist eine geöffnete Tür die in den Keller führt.

Gertrud: Hoffnungslos, verzweifelt. Alle. Seit Tagen waren wir nicht mehr vor der Tür, horchen nur noch wann sie endlich Pause machen. Aufhören Bomben zu werfen.

Genau in dem Moment erschüttert das Haus und man hört eine laute Explosion.

Gertrud: (verängstigt) Das muss ganz in der Nähe gewesen sein.
Sie steht auf und rennt in den Keller

Die Küche ist leer, aus dem Keller hört man Gertrud weinen. Nach einiger Zeit hört man Schritte auf der Kellertreppe und Hermann Gardemann erscheint. Er setzt sich auf den Stuhl.

Hermann: (wütend) Es ist genug! Es ist einfach genug! Draußen das ununterbrochene Donnern der Bomben und hier drinnen das Geheule. Langsam wird uns das Essen knapp, jeden Tag gibt es Suppe und unser Wasservorrat ist fast aufgebraucht. Der Krieg zerstört nicht nur das Land, er zerstört auch die Menschen!

Eine Frauenstimme aus dem Keller(Mutter): Hermann!
Hermann springt auf, wirft den Stuhl um und rennt in den Keller.
Man hört schreie und kurze Zeit später kommt der Sohn, Christian Gardemann, in die Küche


Chris: Sie ist krank, oh nein, sie ist krank! Was sollen wir jetzt tun?
Er rennt wieder in den Keller, aus dem gerade seine zwei Schwestern kommen, beide weinen.
Dann erscheint die ganze Familie, sie tragen die Großmutter, Hedwig Gardemann.


Hermann: Hier rüber.
Chris: Auf den Küchentisch!

Er wirft ein Paar Töpfe vom Tisch die scheppernd auf den Boden fallen.
Sie legen die Großmutter hin. Sie hustet stark.


Hilde: Blut, Blut! Oh mein Gott!

Hedwig hustet Blut und zittert

Hermann: Jetzt hilft nur Beten!

Alle knien um den Tisch

Hilde: Oh Gott, warum hast du uns verlassen? Wo bist du in den Tagen des Schreckens, wo Hunger und Furcht uns plagen und wir nachts kein Auge zutun können? Wo bist du wenn der Tod durch das Land geht und alles auffrisst was ihm vor die Füßse kommt? Bitte komm wieder und erlöse uns von unserem Leid. Erlöse uns alle!
Hedwig richtet sich schwerfällig auf: Bittet Gott niemals.
Sie sinkt wieder auf den Tisch
Plötzlich wird es draussen still.

Ende des ersten Aktes
21.3.07 15:17


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